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Winterurlaub 2009 besonders günstig

Datum: 19.12.2009

Prof. Dr. Quack im dpa-Gespräch



Trier (dpa) - Winterferien in Deutschland sind in diesem Jahr nach Einschätzung des Tourismusforschers Heinz-Dieter Quack besonders günstig: In vielen Hotel- und Übernachtungsbetrieben seien die Preise um fünf bis zehn Prozent niedriger als in den Vorjahren.



Das sagte der Leiter des Europäischen Tourismus Instituts (ETI) in Trier in einem dpa-Gespräch. Was für den Kunden erfreulich ist, betrachtet Quack allerdings mit Sorge: Mittelfristig fehle den Häusern dann das Geld für notwendige Investitionen. «In den ersten zwei Jahren merkt man das vielleicht gar nicht - aber dann geht es an die Substanz.»



Insgesamt sei die Buchungslage in den klassischen Wintergebieten wie Schwarzwald, Rhön und an der Küste, «zufriedenstellend bis gut». Überall seien die Zimmerpreise aber gesunken: «Viele verkaufen sich unter Wert, aus Angst davor, über Weihnachten mal nicht ausgebucht zu sein», sagte Quack. Dies sei verständlich, könne aber für den Hotelier bei ohnehin geringen Gewinnspannen schwierig werden. Für Reiselustige sei dieser Winter aber eine gute Gelegenheit wegzufahren. «Es gibt derzeit noch ganz günstige Angebote.»



Die «durchschnittlichen Reisepreise» werden der Branche auch 2010 noch zusetzen, meinte Quack. Seiner Einschätzung nach wird die Zahl der Reisenden zwar auch im nächsten Jahr stabil bleiben - die Umsätze werden aber weiter sinken. «Ich gehe davon aus, dass wir bis zu 10 Prozent weniger Gesamtumsatz haben werden», sagte er. Auch wenn die Deutschen mit der Krise «preissensibler» geworden seien - der Urlaub als solcher stehe nicht zur Disposition. Wohl aber die notwendigen Ausgaben: «Die Leute sparen bei der Unterkunft, beim Transportmittel und bei der Frage, wie gut man essen geht», sagte der ETI-Leiter. «Die Schnäppchenmentalität wird mit Sicherheit noch zunehmen.»



In der Weihnachtszeit dagegen springe der Kunde «auf grell beworbene Schnäppchen» nicht an. «Diese Zeit ist doch eher noch eine besinnliche Sache, wo Familienwerte im Vordergrund stehen.» Da würden günstige Angebote eher «dezent» angepriesen. Die meisten Deutschen (90 Prozent) blieben über die Weihnachtstage zu Hause. «30 Millionen Tannenbäume werden in diesem Jahr verkauft. Das heißt, praktisch in jedem Haushalt steht ein Baum.» Die zehn Prozent, die ihre Koffer packen, zieht es vor allem an die klassischen Winterziele wie die Alpen.




Ansprechpartner:

Europäisches Tourismus Institut GmbH

 

Dipl.-Volksw. Andreas Lorenz

Dipl.-Kfm. Cornelius Obier